Pollen

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© Juan Gärtner - Fotolia.com

Die Pollenallergie gehört zu den am weitesten verbreiteten Allergien. Im Volksmund wird diese Allergie auch als Heuschnupfen bezeichnet. Ca. 1/5 der Deutschen leiden an einer Allergie gegen Pollen. Es gibt kaum jemanden, der noch nichts von einer Pollenallergie gehört hat, selbst an ihr leidet oder sie wenigsten bei Freunden oder Verwandten miterlebt hat. Besonders stark tritt die Pollenallergie im Frühjahr und im Sommer auf, man spricht in dieser Zeit vom Pollenflug.

Die Pollenallergie ist bei dem einen stärker, beim anderen schwächer ausgeprägt. Die Symptome äußern sich immer ähnlich, können jedoch in ihrer Intensität variieren. Bei einer Pollenallergie reagiert das Immunsystem des Patienten auf Gräser oder bestimmte Pflanzen. Häufigste Auslöser sind Bäume wie Birken oder Erlen sowie Kräuter und alle Arten von Getreide. Eine Allergie gegen Pollen ist nicht immer ungefährlich. Bei schweren Allergien kann es sogar zur Atemnot kommen und es besteht die Gefahr von Folgeerkrankungen wie Asthma.

 

 

 

 

Woran erkennt man eine Pollenallergie?
 

Eine Pollenallergie kann entweder schon von Geburt an existieren oder ganz plötzlich und unerwartet auftreten. Ursache ist eine fehlerhafte Reaktion des Immunsystems, welches vollkommen harmlose Umweltstoffe mit Krankheitserregern verwechselt. Sobald der Körper dann mit dem Allergen konfrontiert wird, bildet er entsprechende Abwehrstoffe. Diese lösen verschiedentliche Symptome in unterschiedlichen Körperregionen aus. Am Häufigsten betroffen sind Haut und Augen, die gerötet sind, jucken oder tränen. In der Nase wird durch den Pollenflug niesen, jucken oder kribbeln ausgelöst.

Die Pollenallergie tritt meist nur saisonal auf, wenn die allergieauslösenden Pflanzen blühen. Selten verursacht sie bei Allergikern Symptome, wenn es regnet. Die Pollenallergie ist also stark wetterabhängig.

 

Wie kann Pollenallergie therapiert werden?


Eine mögliche Pollenallergie muss im ersten Schritt von einem Arzt bzw. Allergologen genau eingegrenzt werden. Dazu muss er feststellen, auf welche Arten von Pollen der Körper genau reagiert. Eine Pollenallergie ist relativ gut zu diagnostizieren mit bekannten Allergietests wie dem Pricktest. Außerdem lassen sich die Zeiten, in denen die Pollen in erhöhter Konzentration in der Luft vorkommen, relativ gut vorherbestimmen. Steht die Diagnose fest, muss über die Therapieform entschieden werden.



Ein erster Weg, sich vor Pollen zu schützen, ist den auslösenden Pflanzen so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Natürlich befinden sich die Pollen aber auch in der Luft. Medikamente heilen mehr die Symptome als die Ursachen. Daher können bestimmte, allergiehemmende Medikamente nur punktuell eingesetzt werden. Außerdem haben Medikamente gegen Allergien oft auch Nebenwirkungen.

 

Die Immunabwehr wird geschwächt und es kommt zu Müdigkeit und Schlappheit, was auch die Fahrtüchtigkeit einschränken kann. Daneben gibt es aber mittlerweile bereits Tabletten, die therapeutisch eingesetzt werden; die sogenannten Gräsertabletten. Diese werden eingenommen, unter der Zunge aufgelöst und sollen langfristig immun gegen Pollen machen. 

 

Eine Therapieform, die langfristige Erfolge verspricht, ist die Hypersensibilisierung. Dabei wird das Allergen in hochkonzentrierter Form eingesetzt und dem Patienten regelmäßig unter die Haut gespritzt. Die Konzentration wird schrittweise erhöht. Einer Hypersensibilisierung wird über mehrere Jahre durchgeführt. Eine weitere alternative Heilmethode ist die Akkupunktur. Diese wird entweder prophylaktisch oder in akuten Phasen der Pollenallergie angewendet.