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Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben - Dies ist die Aufgabe eines Hospizes

Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben - Dies ist die Aufgabe eines Hospizes

Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben - Dies ist die Aufgabe eines Hospizes
© Dalmatin.o - Fotolia.com

 

Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben: Dies ist die Aufgabe eines Hospizes. Wenn die Betreuung eines schwerkranken Menschen zuhause aus medizinischen oder sozialen Gründen nicht möglich ist, kann er seine letzte Lebenszeit in einem Hospiz verbringen.

 

Im Hospiz werden Menschen aufgenommen, deren Lebensende aufgrund des Alters oder einer unheilbaren Erkrankung nah ist. Die Hospiz-Idee baut darauf auf, kranken Menschen bis zum letzten Augenblick Lebensqualität zu geben und sie friedlich in den Tod zu begleiten. Daher steht neben der medizinischen vor allem die seelsorgerische Betreuung im Vordergrund. Ziel der Hospizarbeit ist eine möglichst selbstbestimmte Lebensweise und individuelle Tagesgestaltung in häuslicher Atmosphäre.

 

 

 

 

Die Hospiz-Bewohner werden in Einzelzimmern untergebracht. Damit die Menschen hier schmerzfrei sind, wird die Pallativmedizin angewendet. Dies ist eine Form der Schmerztherapie, die nicht dem Zweck der Heilung sondern lediglich der Linderung der krankheitsbedingten Schmerzen dient.

Im Hospiz ist jederzeit Besuch von Freunden und Angehörigen möglich und auch erwünscht. Diese werden intensiv in die Begleitung mit einbezogen. Nach dem Tod eines Bewohners haben sie hier auch Raum für ihre Trauer und finden Begleitung über den Tod des Angehörigen hinaus.

Das Hospiz lebt durch die Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die Kosten für den Aufenthalt eines Patienten übernimmt die Kranken- und Pflegekasse.
 

 

Sterben und Trauer im Hospiz


Eine wesentliche Aufgabe der Mitarbeiter im Hospiz ist die Sterbebegleitung. Diese beginnt dann, wenn ein Patient aufgrund einer negativen Diagnose mit dem nahen Sterben konfrontiert wird. Viele Fragen, Ängste aber auch Wünsche bestimmen dann die letzte Lebensphase. Menschen im Hospiz benötigen daher vor allem seelische Betreuung. In die Sterbebegleitung im Hospiz werden Ärzte und Pfleger sowie die ehrenamtlichen Helfer und auch Angehörige integriert.

Nach dem Tod eines Bewohners im Hospiz beginnt die Trauerarbeit. Für Angehörige war die Zeit der Sterbebegleitung mit einer hohen psychischen Belastung verbunden, die starke Eingriffe in den Alltag zur Folge hatte. Das Hospiz begleitet Angehörige in der ersten Zeit der Trauer. Sie können hier über den Verstorbenen sprechen; oftmals werden Einzel- oder Gruppengespräche angeboten.


 

Kinder in der letzten Lebensphase: Das Kinderhospiz


Wenn medizinisch für ein krankes Kind nichts mehr getan werden kann, steht die Welt von Eltern und Geschwistern erst einmal still. Kinder können in ihrer letzten Lebensphase im Kinderhospiz aufgenommen und bis in den Tod begleitet werden. Alternativ gibt es hier auch das Angebot, Eltern eines schwerkranken Kindes für einen Zeitraum von maximal 4 Wochen von ihrer pflegerischen Tätigkeit zu entlasten. Im Kinderhospiz finden sowohl Eltern als auch Geschwister Erholung und schöpfen neue Kraft für den Sterbeprozess des Kindes.
 

Die häufigsten Erkrankungen, mit denen Kinder in ein Kinderhospiz eingeliefert werden, sind Stoffwechselerkrankungen und Tumore.