Etwa jeder zehnte leidet unter Kopfschmerzen oder Migräne

Etwa jeder zehnte leidet unter Kopfschmerzen oder Migräne

Etwa jeder zehnte leidet unter Kopfschmerzen oder Migräne
© Yuri Arcurs - Fotolia.com

Es wird kaum einen Menschen geben, der noch nie Kopfschmerzen gehabt hat. 50 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an Kopfschmerzen. Die meisten dieser Arten sind harmlos, sogenannte Bagatellschmerzen, die aufgrund eines bestimmten Ereignisses auftreten, wie eine durchfeierte Nacht, zu viel Alkohol oder aber langes Arbeiten am Bildschirm.


Arten von Kopfschmerzen

Es gibt über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen.
 

Verspannungskopfschmerzen


Besonders viele Menschen im Berufsleben leiden unter häufig wiederkehrenden Kopfschmerzen. 54% aller Menschen, die regelmäßig unter Kopfschmerzen leiden, sind von Verspannungskopfschmerzen betroffen. Spannungskopfschmerzen treten unabhängig vom Geschlecht und des Alters auf, jedoch leiden statistisch Frauen häufiger daran.

Einige Menschen leiden von Geburt an unter Spannungskopfschmerzen. Das Risiko ist vererbbar. Die Stärke und Häufigkeit der Verspannungskopfschmerzen nehmen im Alter statistisch gesehen weiter zu. Die genauen Ursachen sind bis heute ungeklärt, jedoch gehören Stress und Überforderung in jedem Falle zu den auslösenden Faktoren. Hierbei wird der Stoffwechsel im Gehirn gestört und das Gehirn reagiert sensibler auf Schmerzreize. Auch Angststörungen oder andere psychische Erkrankungen können zu Spannungskopfschmerzen führen.

Verspannungskopfschmerzen können bis zu 15 Tage im Monat auftreten, so dass Betroffene durchschnittlich alle 2 Tage unter Kopfschmerzen leiden. Dabei kann der Schmerz nur wenige Minuten anhalten oder sich sogar über mehrere Tage hinweg ziehen. Der Verspannungskopfschmerz beginnt entweder bereits morgens beim Aufstehen oder erst im Lauf des Tages. Er zieht sich meist vom Nacken rauf in den Hinterkopf. Bei starken Spannungskopfschmerzen kann Benommenheit eintreten und die Unfähigkeit, tägliche Arbeiten zu verrichten. Die Symptome von Verspannungskopfschmerzen sind weniger stark ausgeprägt als bei Menschen, die unter Migräne leiden.

 

Migräne


Eine akute Migräne verursacht starke Einschränkungen für den Patienten. Sie ist selbst nicht heilbar; dennoch gibt es wirksame Methoden, um die Symptome zu lindern.

Während eines Migräne-Anfalls breitet sich der Schmerz schnell im Kopf aus. Betroffene beschreiben diesen Schmerz als Hämmern oder Gefühl der Enge. Auch der Rest des Körpers kann betroffen sein; neben den Kopfschmerzen tritt häufig auch Übelkeit und Erbrechen auf. Während einer akuten Migräne bleibt dem Patienten oft kaum mehr übrig, als absolute Ruhe, Dunkelheit und abwarten, bis der Schmerz vorbei geht.

Migräne ist nicht einfach nur Kopfschmerz sondern eine neurologische Erkrankung. Betroffene leiden oft stark unter den chronisch wiederkehrenden Schmerzen. Die Ursachen der Entstehung einer Migräne sind nicht gänzlich geklärt. In jedem Falle spielen aber erbliche Faktoren eine wichtige Rolle. Bei Migräne-Patienten reagiert das Gehirn sensibler auf äußere Reize, als das eines gesunden Menschen. Es befindet sich in einer dauerhaften Spannungssituation. Kleine Auslöser reichen da schon, damit eine Migräne akut wird.

Die Heilung von Migräne ist nicht möglich; mittlerweile gibt es aber bereits vielversprechende Therapien, um sie abzuschwächen oder ihr frühzeitig entgegen zu wirken. Dafür muss zunächst versucht werden, die Ursache der Migräne zu ergründen. Auslöser kann beispielsweise eine Fehlstellung der Wirbelsäule sein, die dann entsprechend therapiert werden muss.

Hilfreich kann es auch sein, bestimmte Medikamente zu nehmen. Hier muss der Betroffene seinen Körper genau kennen, um die Medikamente frühzeitig einzusetzen und so dem Anfall zuvor zu kommen.