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Die Haut ist das größte Organ beim menschlichen Körper

Die Haut ist das größte Organ beim menschlichen Körper

Die Haut ist das größte Organ beim menschlichen Körper
© bilderzwerg - Fotolia.com


Jeder Mensch besitzt etwa 2 Milliarden Hautzellen, die lebenswichtige Funktionen im menschlichen Körper übernehmen. Die Haut gibt unserem Körper seine Kontur; sie schützt die inneren Organe, hält schädliche Stoffe aus der Umwelt ab oder filtert sie, wie beispielsweise das UV-Licht. Zu den wichtigsten Funktionen der Haut gehört es, den Menschen vor Austrocknung zu schützen, indem sie eine natürliche Barriere bildet und dadurch den Flüssigkeitshaushalt reguliert.

 

Viele Sprichwörter ranken sich um die Haut. So können einige Menschen schnell „aus der Haut fahren“, andere ergreifen die Flucht, wenn sie ihre „Haut retten“ wollen und ein spannender Film kann schnell „unter die Haut“ gehen. Die Haut verrät auch, wie es in unserem Inneren aussieht. Wenn sich jemand erschreckt hat, ist dies an seiner blassen Gesichtshaut abzulesen, die sich wiederum bei Wut rot verfärbt.
 

 

 


Wenn uns etwas sehr berührt, bekommen wir eine Gänsehaut und bei Furcht, schwitzen wir. Auch das Alter eines Menschen lässt sich anhand der Faltenbildung seiner Haut ablesen.
 

Die Haut ist das größte Organ beim menschlichen Körper: sie schwitzt, sie kühlt und sie schützt den Menschen vor dem allzu schnellen Hitze- oder Kältetod.

 

 

 

Dermatologie: Krankheiten der Haut

Veränderte Umweltbedingungen aber auch persönliche Lebensereignisse und Lebensweisen führen dazu, dass die Haut krank werden kann. Zu den häufigsten Krankheiten der Haut zählen Hautkrebs, Akne und Neurodermitis. Diese Krankheiten werden von einem spezialisierten Hautarzt oder in Hautkliniken von einem Facharzt für Dermatologie behandelt

In Hautkliniken werden vorrangig schwerwiegendere Hautkrankheiten wie Hautkrebs oder Neurodermitis diagnostiziert und therapiert. In einer umfassenden Anamnese erfolgt auch die Ursachenforschung; so gibt es beispielsweise einige Faktoren, die die Entstehung von Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis und Hautkrebs begünstigen können.

 

Akne und Neurodermitis: Die Volkskrankheiten der Haut

Akne und Neurodermitis zählen zu den häufigsten Krankheiten der Haut, die aber nicht lebensbedrohlich sind. Akne beispielsweise tritt häufig als Folge hormoneller Veränderungen als typische Erkrankung im Pubertätsalter auf; über 80% der Jugendlichen leiden zeitweilig unter Akne. Bei etwa 30% der Patienten ist eine Behandlung durch einen Facharzt für Dermatologie erforderlich.

Äußeres Merkmal von Akne sind sichtbare Entzündungen, die sich in Form von Papeln und Pickeln zeigen. Diese sind einerseits schmerzhaft, andererseits entstellen sie auch je nach Schweregrad das Gesicht des Patienten. In schweren Formen zeigt sich Akne nicht nur im Gesicht, sondern breitet sich auch über den gesamten Körper aus. Akne kann medikamentös behandelt werden. Medikamente stoppen die Talgdrüsenproduktion und hemmen so die Entstehung der Entzündungen.

Neurodermitis ist dagegen eine chronische Erkrankung der Haut, unter der Patienten je nach Schweregrad häufig sehr leiden, weil sie oftmals von Austrocknung und starkem Juckreiz begleitet wird. Außerdem entstehen durch die Austrocknung der Haut häufig Ekzeme, die nässen, wund sind und sich entzünden können. Neurodermitis tritt in der Regel in Schüben auf; so wechseln beschwerdefreie Zeiträume mit Zeiten, in denen die Symptome besonders intensiv wahrgenommen werden.

Die Entstehung von Neurodermitis kann durch erbliche Faktoren begünstigt werden, ernährungsbedingt auftreten oder als Folge hormoneller Störungen. Ursächlich ist ein Mangel an bestimmten Fetten, die die Haut austrocknen und infolgedessen auch deren Funktionalität beeinträchtigen. So kann durch Neurodermitis die Temperaturregulierung gestört sein sowie die Schweißbildung oder die Durchblutung. Außerdem können Keime schneller eindringen und Infektionen verursachen. Neurodermitis ist nicht heilbar. Ein Facharzt für Dermatologie kann lediglich die Symptome mindern, indem er Cremes und Salben verschreibt, die häufig das Hormon Cortison enthalten

 

Hautkrebs: Früherkennung kann Leben retten

Hautkrebs ist eine der gefährlichsten Hautkrankheiten, die auch lebensbedrohlich werden kann. So existieren  verschiedene Krebsarten, die die Haut befallen können. Zu den gefährlichsten Arten gehört der schwarze Hautkrebs. Ursächlich für die zunehmende Häufigkeit von Hautkrebs sind vor allem Klimaveränderungen. Zu viel Sonneneinstrahlung auf die Haut sowie Sonnenbrand begünstigen die Entstehung von schwarzem Hautkrebs. Wichtig für die Heilungschancen von Hautkrebs ist eine gute Früherkennung. Hier sind Patienten vor allem selbst in der Pflicht, neben regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen auch selbstständig die eigene Haut zu beobachten. So sollten sich verändernde Leberflecken, die unsymmetrisch sind, eine besonders dunkle Farbe und keine exakte Begrenzung haben, unbedingt einem Facharzt für Dermatologie vorgestellt werden.