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Wissen | Psychologie

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Psychologie

Die immer längeren Wartezeiten in psychologischen Praxen weisen darauf hin, wie stark verbreitet psychologische Erkrankungen in Deutschland sind. Diese Tendenzen hängen nicht zuletzt mit der gesellschaftlichen Entwicklung zusammen. Leistungsdruck, zwischenmenschliche Probleme, Einsamkeit und die zunehmende Zahl der Scheidungen ziehen immer mehr Menschen sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg. Daher suchen Patienten immer häufiger den Rat eines Psychologen, um im Rahmen einer Psychotherapie von ihrer Erkrankung befreit zu werden.

Die Psychologie ist ein wissenschaftliches Fachgebiet, das sich im Kern mit psychologischen Fragestellungen und seelischen Erkrankungen beschäftigt. Psychologen verfügen über eine akademische Bildung; sie setzen sich beruflich mit der Heilung von Geist und Seele ihrer Patienten auseinander. Dafür stehen dem Psychologen wissenschaftliche Methoden der Psychotherapie zur Verfügung.

Aufgabengebiete der Psychologie

In Abgrenzung zum Psychologen ist ein Psychiater ein studierter Mediziner, der seelische Erkrankungen von der organischen Seite aus betrachtet und in der Regel medikamentös behandelt. Der Psychologe dagegen heilt Patienten im Rahmen einer Psychotherapie ohne Medikamente ausschließlich mit psychologischen Mitteln. Dies gilt jedoch nur, solange keine organischen Gründe ursächlich für die Erkrankung sind.

Eine Psychotherapie soll Menschen mit psychologischen Problemen von ihrer Erkrankung heilen. Erkrankungen der Seele können ganz verschiedene Ursachen haben, die sowohl in der persönlichen Lebenssituation des Patienten liegen oder Folge von neurologischen Störungen sein können.

Psychotherapien beruhen auf Erkenntnissen der Psychologie und haben zum Ziel, Menschen zu helfen, die ihre Erkrankung alleine nicht überwinden können. Psychologen sollen durch eine auf den Patienten angepasste Psychotherapie, Heilung oder Linderung verschaffen. Die Psychotherapie kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Zu den häufigsten Erkrankungen, die eine Psychotherapie erforderlich machen, gehören Depressionen, Psychosen, Angst- und Essstörungen.

Psychologie: Wie man Depressionen erkennen und heilen kann

Depressionen gehören heute zu den häufigsten Krankheitsbildern der Psychologie in Deutschland. Hierbei muss jedoch eine strenge Abgrenzung zu kurzzeitigen Verstimmungen vorgenommen werden; Depressionen halten in der Regel mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre an und wirken sich auf das gesamte berufliche und private Leben aus. Dabei gibt es in der Psychologie nicht die Depression, sondern ganz unterschiedliche Ausprägungen davon.

Mehrere Millionen Deutsche haben oder hatten schon einmal eine Depression. Depressionen entstehen unabhängig vom Alter, vom Geschlecht oder der sozialen Schicht. Bevor ein Psychologe konsultiert wird, hat ein an Depressionen erkrankter oftmals bereits eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich. Depressionen kommen meist schleichend, bevor sie als Krankheit von einem Psychologen diagnostiziert werden können. Sie haben diffuse Symptome, die schwer zuzuordnen sind. Erste Symptome von Depressionen aber auch anderen psychischen Erkrankungen sind meist körperlicher Natur: Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Aber auch Antriebslosigkeit oder in schweren Fällen Apathie können Hinweise auf Depressionen sein.

Um Depressionen zu therapieren, ist die Wahl des richtigen Psychologen von entscheidender Bedeutung. Wichtig ist es, dass Psychologe und Patient ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufbauen können. Heilung verschaffen können verschiedene Formen der Psychotherapie; bei leichten Ausprägungen helfen oftmals schon Gespräche. Der Psychologe gibt Ratschläge und trainiert mit dem Patienten bestimmte Verhaltensweisen, die die negative Weltsicht, die typisch für eine Depression ist, relativieren sollen.

Psychosen als schwere Form psychologischer Störungen

Eine sehr schwere Form der psychischen Erkrankung ist die Psychose. Als Psychose wird ein krankhafter Geisteszustand bezeichnet, bei dem Erkrankte kaum noch einen Bezug zur Realität haben. Für die Behandlung reicht eine Psychotherapie allein nicht mehr aus. Um Psychosen zu therapieren, braucht es in der Regel einen stationären Krankenhausaufenthalt und den Einsatz von Medikamenten, um den Erkrankten vor sich selbst und seine Umwelt vor ihm zu schützen. Die Psychose ist ein Zustand, der häufig bei Krankheitsbildern der Psychologie wie manischer Depression oder Schizophrenie auftritt. Auch nach der Gesundung ist häufig noch eine längere medikamentöse Therapie notwendig.