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Wissen | Alternative Therapie

Wissen | Alternative Therapie

Alternative Therapie

Alternative Therapien können unterstützend zur Schulmedizin angewendet werden oder sogar ein Ersatz sein, wenn es sich nicht um lebensbedrohliche Erkrankungen handelt.

Es gibt eine große Auswahl an alternativen Heilmitteln. Genutzt werden für die Alternative Therapie vor allem die Kraft der Natur und die Selbstheilungskräfte des Körpers. Sie sollen Krankheiten bekämpfen und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Eine Alternative Therapie wird auch präventiv angewendet, um Krankheiten vorzubeugen.

Die bekanntesten und am meisten angewendeten Formen der Alternativen Therapie sind die Chinesische Medizin, Ayurveda, Akupunktur und die Osteopathie. Daneben gehören auch Bachblüten-Therapien, Atemtherapien oder Reiki zu den Heilmethoden der Alternativen Therapie.

Ayurveda

Ayurveda ist eine indische Heilkunst, die schon Jahrtausende alt ist. Durch Ayurveda soll im Menschen das innere Gleichgewicht zwischen Aktivität, Stoffwechsel und innerer Stabilität geschaffen bzw. wieder hergestellt werden.

Zentraler Teil der ayurvedischen Behandlung sind Entschlackungs- und Reinigungsprozesse. Durch die Ausleitung von Giftstoffen soll die Lebensenergie wiederhergestellt werden.

Im Ayurveda gibt es bestimmte Heilpflanzen sowie Teezubereitungen, Kräuter und Öle, die eine gesunde Ernährung unterstützen sollen. Um für die Entschlackung den Blutstrom anzuregen, bedient sich das Ayurveda auch Dampfbädern, Wärmepackungen und Massagen. Entspannungsübungen für Körper und Seele in absoluter Stille sollen Kraft geben für den Alltag.

Chinesische Medizin

Die Chinesische Medizin wurde früher auch als Ahnenmedizin, religiöse Medizin oder Dämonenmedizin bezeichnet. Heute wird die Chinesische Medizin weltweit praktiziert und stellt eine Vielzahl von Methoden zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten zur Verfügung.

Die Alternative Therapie ist über 2000 Jahre alt. Sie besteht im Kern aus einer Kombination aus bestimmten Massagetechniken wie Shiatsu und Qigong sowie Arzneitherapien und Akupunktur.

Die Chinesische Medizin wird durch den Begriff des Qi geprägt. Dieser hat eine Schlüsselfunktion und bedeutet so etwas wie Kraft oder Energie. Qi sind dynamische Strukturen im menschlichen Organismus. Bei einem gesunden Menschen sind diese Strukturen in einem Gleichgewicht. Ist dieses Gleichgewicht gestört, hilft die Alternative Therapie die Ursache zu finden und beispielsweise das Leber-Qi oder das Herz-Qi wieder auszuloten.

Akupunktur

Akupunktur als eine weitere Form der Alternativen Therapie geht auf die chinesische Lehre zurück. Die alternative Heilmethode geht davon aus, dass der Körper von Energiebahnen durchzogen ist; diese werden auch Meridiane genannt.

Bei einem gesunden Menschen kann die Lebensenergie ungehindert durch diese Bahnen fließen. Liegen Störungen vor, beispielsweise durch falsche Ernährung, entstehen Blockaden und später Krankheiten. Im Rahmen einer Akupunktur werden kleine Nadeln auf bestimmte Punkte gesetzt, um diesen Energiefluss wieder anzuregen. Häufig behandelt werden Beschwerden wie Rückenschmerzen, Arthrose, Wirbelsäulenleiden und Migräne. Die Dauer einer Akupunktur beträgt etwa eine halbe Stunde.

Osteopathie

Durch Osteopathie sollen die Körpersysteme des Menschen wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Osteopathie ist eine vergleichsweise noch junge Alternative Therapie, die erst Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Sie basiert auf dem Vertrauen in die Selbstheilungskräfte des Menschen. In der Lehre der Osteopathie wird der Mensch als Einheit gesehen; Leben und Bewegung stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang. Die Osteopathie behandelt Skelett und innere Organe nicht getrennt voneinander, sondern sieht sie in einer gegenseitigen Wechselwirkung. Behandelt wird in der Regel ganz ohne Medikamente. Diagnose und Therapie erfolgen hauptsächlich mit den Händen. Störungen werden durch Abtasten erkannt und gelöst. Behandelt werden in der Osteopathie vor allem Gelenk- und Muskelbeschwerden, Herz-Kreislaufstörungen, Lungenkrankheiten oder Kopfschmerzen.