

| News: | Immer mehr Kleinkinder mit psychischen Störungen |
| Untertitel: |
Kinderpsychiater schlagen Alarm: Kinderarmut bekämpfen und psychiatrische Hilfsangebote ausbauen |
| Datum: |
18.12.2007 |
| Autor: |
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Die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Klinikärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie registriert eine wachsende Zahl von Säuglingen und Kleinkindern mit psychischen Störungen. Neben Schlaf- und Essstörungen würden bei bis zu Fünfjährigen immer häufiger Verhaltensauffälligkeiten beobachtet. Nach Meinung der Experten sei es wichtig, dass diese Kinder so früh wie möglich in eine fachärztliche Betreuung kommen. Denn gerade in diesen ersten Lebensjahren würden durch die Hirnentwicklung wichtige Weichen für das ganze Leben gestellt. Die Ursachen für die Zunahme psychischer Störungen sehen die Kinderpsychiater zum einen in der Überlastung von Eltern und Alleinerziehenden, zum anderen in der Kinderarmut. Es sei daher Aufgabe der Gesellschaft, die Ursachen von Kinderarmut zu beseitigen. Auffällige Kleinkinder gebe es aber auch in höheren gesellschaftlichen Schichten. Positiv bemerken die Kinderpsychiater, dass bei den Vorsorgeuntersuchungen von Kleinkindern künftig auch auf psychische Störungen geachtet werden soll. Beklagt wird jedoch, dass derzeit nur schätzungsweise die Hälfte der Kinder, die psychiatrischer Hilfe bedarf, behandelt wird. An vielen der 147 Kliniken und Tageskliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland werde immer mehr Personal abgebaut - die anstehenden Aufgaben könnten so nicht erfüllt werden. Eine Auswirkung sei beispielsweise, dass die immer jünger werdenden Komatrinker in den Notaufnahmen von keinem Psychiater betreut werden. Mittlerweile seien schon 13-Jährige auf Entzug, die bereits drei Jahre stark trinken. |
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